Die berufsbegleitende Werklehrerausbildung

Voraussetzung:
Berufsqualifikation als Diplompädagoge mit geeigneter Fachausbildung oder Meister in einem Handwerk
Weitere geeignete Qualifikationen auf Anfrage
Außerdem: Eine Anstellung (vereinbart, bzw. beabsichtigt) an einer Waldorfförderschule in NRW

Studium:
Schulpraktische Ausbildung mit 5 Unterrichtsbesuchen und 6 Ganztagsseminaren
Heilpädagogischer Kurs in Herne an 20 Wochenenden in 2 Jahren
Eine Hausarbeit

Dauer:
2 bis 3 Jahre berufsbegleitend, geeignete Vorleistungen können auf die Dauer der Ausbildung angerechnet werden

Abschluß:
Zeugnis, Fachlehrer an Waldorfförderschulen im Bereich künstlerischer und handwerklicher Unterrichtsfächer

Fachbereich: Sonderpädagogik / Heilpädagogik  SHP
Kursprogramm 2012 / 13

Zusatzstudium zur Lehrerin / zum Lehrer an einer Waldorf-Förderschule
Fortbildungsangebot für alle Lehrerinnen und Lehrer


SO 1. Tertial – 1. Modul

Heilpädagogischer Kurs

Martin Wienert
Zeit: Di. und Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Dauer: 25.09. – 05.10. und 23.10. – 09.11.2012

Themen der 10 Veranstaltungen werden sein: Zur Geschichte der Entstehung des Kurses. – Die Gliederung und Inhalte des Kurses, „ein roter Faden“. – Vertiefte Erarbeitung der ersten fünf Vorträge. – Differenzierte Wahrnehmung der letzten sieben Vorträge.
Arbeitsweise in den Veranstaltungen: Vorträge, Einzel- und Gruppenarbeiten, Referate, Ausarbeitungen, Verwendung von Sekundärliteratur.
Bitte bringen Sie alle den Text des Heilpädagogischen Kurses zu den Veranstaltungen mit! 
Als Buch: R. Steiner, Heilpädagogischer Kurs, GA 317, Rudolf Steiner Verlag, 
ISBN-10:3727467304
Als pdf-Text: http://anthroposophie.byu.edu/vortraege/317.pdf
Dieser Kurs ist dem Bereich A (Heil- und Sonderpäd. Grundlegung) zugeordnet und zählt 3,3 SWS. Eine Bestätigung im Studienbuch erfolgt bei der Mindestteilnahme an 8 Kurstagen.


SO 1. Tertial – 2. Modul

Kognitive Entwicklung und ihre Störungen sowie der Intelligenzbegriff aus entwicklungspsychologischer Sichtweise und aus der Perspektive der Geisteswissenschaft

Dr. Susanna Dinse, Dr. U. Wurm-Dinse
Zeit: Di. und Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Dauer: 13.11. – 21.12.2012 

Zur Einführung werden in diesem Seminar theoretische Annahmen über die seelische und geistige Entwicklung erörtert und es wird ein Überblick über die Geschichte der Entwicklungspsychologie gegeben. Die kognitive Entwicklung vom Säuglingsalter bis zum Jugendalter wird aus der Sicht von Jean Piaget in Verbindung mit neuen Erkenntnissen aus der Informationstheorie (z. B. Entwicklung und Formen des Gedächtnisses) sowie anhand von Texten Rudolf Steiners und neuerer anthroposophischer Autoren erarbeitet – auch im Hinblick auf die Entwicklung des Fühlens, des Wollens und der sozialen Entwicklung. 
Um Syndrome (z. B. Down-Syndrom), Geburtsschädigungen, Gedeihstörungen und deren Folgen für die kognitive Entwicklung einordnen zu können, wird ein Überblick über die vor- und nachgeburtlichen Prozesse und die der Geburt gegeben. Der Begriff „Intelligenz“ wird kritisch beleuchtet und es werden Methoden zur Messung der Intelligenz dargestellt.
Während der Seminarzeit werden Experimente und Aufgaben zur Erkundung der kognitiven Entwicklung gemeinsam durchgeführt und es werden Übungen zur Durchführung und Auswertung von Intelligenztests getätigt.
Dieser Kurs ist dem Bereich D (Diagnostik) zugeordnet und zählt 4,0 SWS. Eine Bestätigung im Studienbuch erfolgt bei der Mindestteilnahme an 8 Kurstagen.


SO 2. Tertial 

Während des 2. Tertials (Ausbildungsort Schule) wird das IHL Blockkurse, sowohl am Institut Witten-Annen als auch an Waldorf-Förderschulen in NRW, durchführen. Themen, Dozenten, Ort und Zeit werde zu Beginn des Studienjahres 2012/ 13 veröffentlicht.


SO 2. Tertial – 2. Modul

Vorbereitungsjahr für das schulpraktische Studienjahr

Sabine Bulk, Jürgen Möller, Martin Wienert
Zeit: Di. und Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Dauer: 19.02. – 08.03.2013

Die genaue Beschreibung wird nachgereicht. Dieser Kurs ist dem Bereich B (Didaktik und Methodik) zugeordnet und zählt 2,0 SWS. Eine Bestätigung im Studienbuch erfolgt bei der Mindestteilnahme an 5 Kurstagen.


SO 3. Tertial – 1. Modul

Sinneslehre – Krankheitsbilder

Rüdiger Reichle
Zeit: Di.  und Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Dauer: 16.04. – 31.05.2013

Nach Rudolf Steiner kann die gesamte Anthroposophie aus seiner Sinneslehre entwickelt werden. Dies gilt insbesondere für die anthroposophische Menschenkunde. Eine sich aus der Sinneslehre ergebende Erkenntnis der Varianten von menschlicher Entwicklung und damit auch heilpädagogischer Krankheitsbilder ist ebenfalls geeignet, den Menschen an sich erkenntnismäßig zu erfassen. In meinem Kurs sollen neben strukturiertem Wissen und wissenschaftlicher Arbeitsweise Methoden des Diagnostizierens erarbeitet und ihre Anwendung geübt werden.
Dieser Kurs ist dem Bereich A oder D zugeordnet und zählt 4,6 SWS.
Eine Bestätigung im Studienbuch erfolgt bei Mindestteilnahme an 8 Kurstagen.


SO 3. Tertial – 2. Modul

Das AO-SF Verfahren 

Dr. U. Wurm-Dinse
Zeit: Di. und Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Dauer: 04.06. – 14.06.2013

Dieser Kurs ist dem Bereich D zugeordnet und zählt 1,3 SWS.

Die Teilnahme ist verpflichtend.

Eine Bestätigung im Studienbuch erfolgt bei einer Mindestteilnahme an 3 Kurstagen.
Das Feststellungsverfahren des sonderpädagogischen Förderbedarfs wird nach der Ausbildungsordnung sonderpädagogischer Förderung (AO-SF) geregelt.  
Der Entscheidung, ob ein Schüler sonderpädagogischen Förderbedarf hat und in welcher Schulform diesem Bedarf am besten entsprochen werden kann, geht ein Feststellungsverfahren voraus, dessen Kernstück das sonderpädagogische Gutachten ist. 
In dem Seminar wird der gesamte Verfahrensablauf zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs dargestellt und es werden die rechtlichen Hintergründe beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Erstellung eines sonderpädagogischen Gutachtens. 


Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

Sabine Bulk
Zeit: Di. und Fr. 15.00 – 18.30 Uhr
Dauer: 18.06. – 12.07.2013

Lernen und Leben in der Förderschule für Geistige Entwicklung

Die SchülerInnen einer Förderschule für Geistige Entwicklung sind eine sehr heterogene Gruppe und haben Bedürfnisse und Ansprüche auf den verschiedensten Gebieten. In Unterricht und Erziehung begegnet man daher vielfältigen Herausforderungen. Wie sich diese Herausforderungen im Organismus einer Waldorf-Förderschule (Geistige Entwicklung) beantworten lassen, wie die Beziehung zu dem einzelnen Schüler/der einzelnen Schülerin gelingen kann und wie sich Unterricht und Leben sinnvoll gestalten – das soll in diesem Seminar bearbeitet werden. 
Erfahrungen, Erlebnisse und Fragestellungen der Teilnehmenden sind Ausgangsbasis für die Arbeit; konkrete erzieherische und didaktisch-methodische Anregungen – auch anhand von ausgewählten Epochenthemen – werden gemeinsam entwickelt.

Dieser Kurs ist dem Bereich C (Fachdidaktiken der Förderschwerpunkte Lernen und Geistige Entwicklung) zugeordnet und zählt 2,6 SWS.
Eine Bestätigung im Studienbuch erfolgt bei der Mindestteilnahme an 6 Kurstagen.


SO

Begleitseminar zur schulpraktischen Ausbildung

Sabine Bulk, Jürgen Möller, Martin Wienert

Zeit: Sa. 9.30 – 16.30 Uhr
Termine: 01.09.2012, 22.09.2012, 27.10.2012, 01.12.2012, 12.01.2013, 02.03.2013, 20.04.2013

An diesen 6 Samstagen wird schwerpunktmäßig das Thema „Schriftliche Unterrichtsplanung“ behandelt. Es geht also u. a. um Lernzielformulierungen, Schüler- und Klassenbeschreibungen, inhaltliche und menschenkundliche Betrachtungen, Didaktik und Methodik und Beschreibung des geplanten Unterrichtsverlaufs.
Außerdem werden die Themen „Förderplan“ und „Schulrecht“ behandelt.
Wir treffen uns an 6 verschiedenen Schulen, die uns dann vor Ort ausführlich vorgestellt werden. 
Das erste Seminar am 01.09.2012 findet in der Christian Morgenstern Schule in Wuppertal statt. Eine Wegbeschreibung finden Sie im Internet. 
Die regelmäßige Teilnahme an diesem Seminar ist für alle diejenigen verpflichtend, die sich im ersten Jahr der schulpraktischen Ausbildung befinden (Fachlehrer oder Z-Qualifikanten) oder ihr schulpraktisches Studienjahr absolvieren (G-Studenten).
Dieser Kurs zählt 7 SWS. Eine Bestätigung im Studienbuch erfolgt bei der Mindestteilnahme an 6 Kurstagen.


SO

Aus- und Fortbildungskurs für Lehrerinnen und Lehrer an heilpädagogischen Schulen 
Heilpädagogischer Kurs
Berufsbegleitend in 2 Jahren an 20 Wochenenden in der Hibernia-Schule in Herne

Der gesamte Kurs arbeitet nach einer geschlossenen Konzeption, d. h. die Teilnehmer beginnen gemeinsam im September 2012 mit diesem Kurs. Ein späterer Einstieg ist nur in begründeten Ausnahmen möglich.

Im Studienbuch wird der Kurs mit 31 SWS bewertet. 
Veranstalter: Berufsbegleitende Kurse für Waldorfpädagogik Ruhrgebiet e. V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Heilpädagogische Lehrerbildung (IHL), Witten
Kursleitung: Bernd Meine-von Glasow
Kontakt und Anmeldung: Ulrike Fröhlich (02325-919230)
Weitere Informationen zu diesem Kurs sind auf der nächsten Seite.
Beginn: freitags 17.00 Uhr – Ende: sonntags: 13.00 Uhr

An jedem dieser Wochenenden findet statt:

  • Arbeit am „Heilpädagogischen Kurs“ von Rudolf Steiner
    Dozentin: Dr. med. Carla Papke-Hesse
  • Eurythmie, Singen, Sprachgestaltung, Musik oder Formenzeichnen

- Folgende heilpädagogische Themen:

07. – 09.09.2012 Kon: Die Geschichte der Heilpädagogik und die Entstehung des Heilpädagogischen Kurses

28. – 30.09.2012 von Blomberg: Einführung des Schreibens und Lesens unter erschwerten Bedingungen

09. – 11.11.2012 Rebbe: Förderunterricht als Zeitnotwendigkeit

23. – 25.11.2012 Aeffner: Aus der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern der heilpädagogischen Oberstufe

25. – 27.01.2013 Westermeier: Vom Umgang mit der Legasthenie

22. – 24.02.2013 Noack: Der rhythmische Teil des Hauptunterrichts im Wandel durch die Jahrgangsstufen

15. – 17.03.2013 Maas: Waldorfpädagogik mit schwerstbehinderten Kindern

12. – 14.04.2013 Raupach: Einführung des Rechnens unter erschwerten Bedingungen

03. – 05.05.2013 Raupach: Rechnen in der Unterstufe unter erschwerten Bedingungen

24. – 26.05.2013 Kon: Kinderbetrachtung und Diagnostik


 

Institut für Heilpädagogische Lehrerbildung

* Wir verwenden die männlichen oder weiblichen Bezeichungen in allen Texten geschlechtsneutral und beziehen mit ihnen stets beide Geschlechter gleichberechtigt mit ein.